Bernemer Kerb "Historisch"
Im Jahre 1608 wurde nach dem Historiker Achilles August von Lersner
das "so sonsten auf den Ostermontag gehaltene Fest, erstmals am 20.
April gefeiert. Eine Aussage die auf frühere Kirchweihen schließen
lässt. ( Im Jahre 1608 wurde das Fest der Kirchweihe vom Ostermontag
auf den Sonntag Misericordias Domini, spÃäer auf den Sonntag zwischen
Laurentius und Maria Himmelfahrt in den August verlegt. [Heister,
1925]) Doch lassen Dokumente über Kirchen und Gottesdienste einen noch
wesentlichen früheren Beginn der jährlichen Gedenkfeier zum Kirchenbau
vermuten. Ob die Historiker recht haben, die den Ursprung der Kerb im
6. Jahrhundert ansiedeln oder ob diejenigen richtig liegen, die das
Fest ab dem 12. Jahrhundert gesichert wissen wollen, lässt sich heute
nicht definitiv feststellen. Die 1932 zur Erhaltung des Volksfestes
gegründete "Bernemer Kerwe Gesellschaft" geht zur Zeit noch von 1608 in
ihrer Zählung aus. Eine nicht aussagekräftige Zahl, denn allzu häufig
mussten die Vorfahren auf ihr Fest verzichten. So wurden die
Kirchweihfeste in der gesamten Umgebung wegen "moralischer Bedenken" über ein Öffentliches Dekret gegen Ende des 17. Jahrhunderts untersagt.
Aufgehoben wurde das Verbot erst 1812. ( Dieses alte Frankfurter
Volksfest, die beliebteste der heimischen Kirchweihen wurde von allen
Frankfurtern besucht, selbst Goethe und der preußische
Bundestagsabgesandte von Bismark wussten Bornheimer Gastlichkeit zu
schätzen. [Frankfurter Ztg., Stadtblatt 9.8.1941]) Auch den beiden
Weltkriegen fiel die Kerb für Jahre zum Opfer. Egal welchen
Wahrheitsgehalt die "Jahreszahl" der z.B. 400. Bernemer Kerb auch
besitzt: Die Bornheimer sind stolz auf die Tradition ihres Festes.
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Kerb Historisch
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